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Heilfastenplan – kostenlose Anleitung nach Hildegard von Bingen

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Du möchtest bewusst fasten, weißt aber nicht genau wie? Du suchst einen konkreten Plan, der dir Tag für Tag sagt, was du essen, trinken und wie du dich vorbereiten sollst? Dann bist du hier genau richtig. In diesem Artikel bekommst du eine vollständige Fasten-Anleitung für Anfänger – basierend auf der bewährten Fastentradition nach Hildegard von Bingen.

Was sagt die Wissenschaft? Expertenstimme zum Fasten

– Dr. med. Françoise Wilhelmi de Toledo, ärztliche Leiterin der Buchinger Wilhelmi Klinik, international anerkannte Fastenforscherin.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) beschreibt Fasten als bewährte traditionelle Methode.

Das Fasten nach Hildegard von Bingen ergänzt diese Grundlage um die spirituelle Dimension, die Hildegard stets als untrennbar von der körperlichen Achtsamkeit sah: „Wir müssen auf die Stimme unserer Seele hören."

Was ist Fasten nach Hildegard? Definition und Abgrenzung

Fasten nach Hildegard ist eine strukturierte Methode, bei der über 5–10 Tage auf feste Nahrung weitgehend verzichtet wird – ergänzt durch Flüssignahrung wie Kräutertees, Gemüsebrühen und Säfte. Es unterscheidet sich von Diäten oder Intervallfasten durch seine ganzheitliche Struktur: Entlastungstage vor und Aufbautage nach dem eigentlichen Fasten sind fixer Bestandteil des Plans.

Das Fasten nach Hildegard von Bingen ist eine sanfte Variante. Anstelle strenger Methoden erlaubt Hildegards Überlieferung 1–2 mal täglich eine leichte Dinkelsuppe als Flüssignahrung. Und statt des klassischen Glaubersalzes verwendet die Hildegard-Tradition ein mildes Ingwer-Mischpulver (aus Ingwer, Galgant und Zitwer).

Fastenplan für 7 Tage – Anleitung nach Hildegard von Bingen

Hildegard-Fasten vs. andere Fastenformen im Vergleich

Fastenform Dauer Nahrung Besonderheit
Hildegard-Fasten 7–10 Tage Dinkelsuppe, Kräutertee, Gemüsebrühe Ganzheitlich: Körper + Seele; Ingwer-Mischpulver
Buchinger-Fasten 5–21 Tage Gemüsebrühe, Säfte, Tee, Wasser Strenger; keine feste Nahrung; Glaubersalz
Intervallfasten täglich Normal in Essensfenster Keine Entlastungs-/Aufbautage; keine Kur
Saftfasten 3–7 Tage Nur frisch gepresste Säfte Höherer Zuckergehalt

Warum 7 Tage? Die klassische Fastendauer für Anfänger

Sieben Tage sind die klassische Fastendauer für eine erste Fastenkur – lang genug für eine bewusste Auszeit, kurz genug, um sie zu Hause durchzuführen. Die Woche teilt sich in drei Phasen:

Phase Tage Was passiert
Entlastungstage Tag 1–2 Sanfter Einstieg, Umstellung auf leichte Kost
Kernfastentage Tag 3–5 Verzicht auf feste Nahrung; Dinkelsuppe und Kräutertee
Aufbautage Tag 6–7 Langsamer Wiedereinstieg in feste Nahrung

Für erfahrene Fastende sind 10–14 Tage möglich. Für absolute Anfänger empfehlen wir zunächst ein 3-tägiges Mini-Fasten (1 Entlastungstag, 1 Fastentag, 1 Aufbautag) als Einstieg. Mehr findest du in unserem Kuren-Sortiment nach Hildegards Lehre.

Fasten vorbereiten: Was du 1 Woche vorher tun solltest

Der häufigste Fehler beim Fasten: kalt in die Kur einsteigen, ohne den Körper vorzubereiten. Mit einer guten Vorbereitung läuft das Fasten deutlich sanfter.

Schritt 1 – Reduktion: Kaffee, Alkohol und Zucker schrittweise zurückfahren. Nicht abrupt absetzen, sondern täglich etwas weniger. Fleisch auf kleine Mengen reduzieren.

Schritt 2 – Umstellung: Auf leicht verdauliche Vollkornkost wechseln: Dinkel statt Weißmehl, Gemüse statt Fertigkost, Kräutertee statt Softdrinks.

Schritt 3 – Zeitpunkt wählen: Wähle eine Woche ohne beruflichen Stress, Reisen oder soziale Verpflichtungen. Fastenzeit ist Rückzugszeit.

Schritt 4 – Produkte besorgen: Du brauchst: Dinkelflocken, Dinkelkörner, Bertramwurzelpulver, Galgantpulver, Fencheltee, Ingwer-Mischpulver, frisches Gemüse.

Der vollständige 7-Tage-Fastenplan im Überblick

Hier siehst du alle 7 Tage auf einen Blick.

Tag 1 & 2 – Entlastungstage: Der sanfte Einstieg

Kein Fleisch, kein Käse, kein Kaffee, kein Alkohol. Erlaubt sind Habermus (Hildegards Dinkelbrei), gedünstetes Gemüse, Obst, leichte Suppen und Kräutertee. Morgens und abends nimmst du einen halben Teelöffel Hildegards Ingwer-Mischpulver – nüchtern, im Mund zergehen lassen.

Tag 3, 4 & 5 – Kernfasten: Die bewusste Auszeit

Jetzt beginnt das eigentliche Fasten. Feste Nahrung entfällt – bis auf die Hildegard-Fastensuppe: eine warme Brühe aus Dinkelkörnern, Gemüse, Petersilie und den Gewürzen nach Hildegards Lehre – Bertram und Galgant, 1–2 mal täglich in kleinen Mengen.

Dazu: mindestens 2 Liter Fencheltee und stilles Wasser täglich, klare Gemüsebrühe, bei Bedarf ein kleines Glas frisch gepressten Obst- oder Gemüsesaft. Körperlich gilt: leichte Spaziergänge ja, Sport nein. Wärme ist Pflicht – Wärmflasche am Bauch, warme Kleidung. Täglich mindestens 20 Minuten Stille oder Meditation.

Viele Fastende berichten ab Tag 4 von einem veränderten Körpergefühl: Der Kopf wird freier, der Schlaf tiefer, die Gedanken ruhiger.

Tag 6 & 7 – Aufbautage: Das Fastenbrechen

Das Fastenbrechen ist der wichtigste Moment. Ein zu abrupter Wiedereinstieg mit schwerer Kost kann den Körper belasten. Hildegard empfahl den Apfel als erstes Lebensmittel nach dem Fasten: langsam, bewusst, jeden Bissen mindestens 30-mal gekaut. Danach: dünner Dinkelbrei, gedünstetes Gemüse, Birnen-Kompott. Am zweiten Aufbautag darf der Dinkeleintopf etwas fester sein – bis zum Ende der Woche ist die Rückkehr zur Ernährung nach Hildegard vollzogen.

2 Schwierigkeitsstufen des Fastens nach Hildegard von Bingen

1. Leichteste Fastenform: Dinkel, Obst und Gemüse

Beim Dinkelfasten wird 3x täglich Dinkel in verschiedener Form angeboten, kombiniert mit Gemüse, Obst und Salaten. Zum Würzen eignen sich Kräuter und Gewürze nach Hildegards Lehre, wie Galgant, Bertram und Pelargoniengewürzmischung.

morgens: Habermus aus Dinkelschrot oder Porridge mit Dinkelschmelzflocken, Dinkel-Butter-Zwieback.

mittags: Dinkelnudeln, Dinkelspätzle, Dinkelgrieß, Dinkelsuppe, Dinkelknödel mit Gemüse und Edelkastanien, Salat, Obstsalat.

abends: Dinkelschrotbrei, Grießsuppe oder Dinkelbrot bzw. Dinkelzwieback mit Butter oder Kräuterkäse.

Empfohlen wird eine Dauer von 4–6 Wochen.

2. Das Brotfasten: Dinkelreduktionskost

Bei der Dinkelreduktionskost isst man in 2-tägigem Wechsel die normale Hildegard-Kost, an Reduktionstagen ausschließlich Dinkelbrot oder Dinkelzwieback mit Fencheltee, auch Salat kann mittags dazu gereicht werden. Auf tierisches Eiweiß, Milcheiweiß und tierisches Fett (Butter) muss an den Reduktionstagen verzichtet werden.

1. Tag normale Hildegard-Küche: Dinkel, Obst und Gemüse, abwechslungsreiche Mischkost.

Reduktionstag:

morgens: Habermus oder Porridge mit Apfelkompott, Zimt und Dinkelkaffee

mittags: Salat, Dinkelgrießsuppe, Dinkelschrotbrei, Dinkelnudeln ohne Ei

abends: Dinkelbrot und Fencheltee

Fastenbeginn mit Ingwerlutschtabletten

Mit Ingwerlutschtabletten aus der bewährten Kombination von Ingwer, Zitwer und Süßholzwurzel wird in der Hildegard-Tradition der Übergang in die Fastenphase begleitet – ein bewusstes Ritual zu Beginn aller Hildegard-Fastenformen.

Rezept: Die Hildegard-Fastensuppe

Die Fastensuppe ist das Herzstück des Hildegard-Fastens. Warm, sättigend genug für die Fastenzeit und mit Bertram und Galgant versehen – den Gewürzen, denen Hildegard in ihren Schriften besondere Bedeutung beimaß.

Zutat Menge (2 Portionen) Hinweis
Bio-Dinkelkörner (ganz) 50 g 8 Std. einweichen
Karotten 2 mittelgroß In Hildegards Fastenrezeptur ein fester Bestandteil
Sellerie (Knolle) ½ klein Klassisches Suppengemüse
Lauch ½ Stange Für Aroma und Geschmack
Petersilie (frisch) 1 Bund Erst am Ende zugeben – nie mitkochen
Bertramwurzelpulver ½ TL Hildegards meisterwähntes Gewürz
Galgantpulver ¼ TL Wärmendes Gewürz nach Hildegard
Meersalz Prise Sparsam verwenden
Wasser 800 ml Kalt aufsetzen, 30–35 Min. köcheln

Zubereitung: Dinkel abtropfen lassen, mit 800 ml Wasser und Gemüse kalt aufsetzen. Aufkochen, bei kleiner Hitze 30–35 Minuten köcheln. Bertram, Galgant und Salz in den letzten 5 Minuten zugeben. Frische Petersilie erst beim Servieren einrühren. Für strikte Fastentage: Suppe abseihen und nur die Brühe trinken.

Welche Produkte brauchst du für das Fasten nach Hildegard?

Produkt Verwendung Fastentag
Ingwer-Mischpulver Morgens & abends – traditionelles Fastenritual Alle 7 Tage
Bertramwurzelpulver In Suppe und Brei – Hildegards meisterwähntes Gewürz Alle Tage
Galgantpulver Suppe und Brühe – wärmendes Gewürz Alle Tage
Fenchel-Galgant-Tabletten Begleitend an Aufbautagen Tag 6–7
BIO-Wermuttrank Klassische Bitterstoff-Rezeptur nach Hildegard Vor und nach dem Fasten

Alle Produkte für deine Fastenwoche findest du in unserem Kuren-Sortiment nach Hildegards Lehre.

Häufige Fragen zum Fasten (FAQ)

Kann ich beim Fasten Sport machen?
Leichte Bewegung wie Spaziergänge (20–30 Min./Tag) ist ausdrücklich erwünscht. Intensive Sport-Einheiten (Krafttraining, HIIT, langes Laufen) sind in den Kernfastentagen 3–5 zu vermeiden.

Bekomme ich Kopfschmerzen beim Fasten?
Kopfschmerzen an Tag 1–2 sind nicht ungewöhnlich – sie können durch Koffein-Entzug entstehen. Trinke mehr Wasser und lege eine Wärmflasche auf die Stirn. Ein Teelöffel Honig im Fencheltee kann ebenfalls angenehm sein.

Wie viel Gewicht verliert man bei 7 Tagen Fasten?
1–3 kg sind realistisch – wobei in den ersten Tagen vor allem Wassereinlagerungen abgebaut werden. Mehr dazu in unserem Artikel: 7 Tage Fasten.

Wann sollte man nicht fasten?
Fasten ist nicht geeignet bei: Schwangerschaft und während der Stillzeit, Untergewicht (BMI unter 18), schweren Herzerkrankungen, Diabetes Typ 1, Leber- und Nierenerkrankungen (Dialysepflicht), Gicht (da Fasten kurzzeitig den Harnsäurespiegel erhöhen kann), psychischer Instabilität wie schweren Depressionen oder Psychosen (nur mit engmaschiger fachärztlicher Begleitung), aktiven Essstörungen, bei Einnahme bestimmter Medikamente und bei Kindern und Jugendlichen in der Wachstumsphase. Im Zweifel immer zuerst ärztlichen Rat einholen.

Mögliche Nebenwirkungen: Kopfschmerzen (oft durch Koffeinentzug), Kreislaufprobleme, Schwindel, Muskelkrämpfe durch Elektrolytmangel, vorübergehende Schlafstörungen.

Was ist Hildegards Ingwer-Mischpulver – und warum kein Glaubersalz?
In Hildegards Überlieferung wird ein Ingwer-Galgant-Zitwer-Pulver als sanfte Alternative beschrieben. Unser Ingwer-Mischpulver ist nach dieser Hildegard-Überlieferung hergestellt.

Hildegard von Bingen über das Fasten – die spirituelle Dimension

Für Hildegard war das Fasten nie nur eine körperliche Maßnahme. In ihrer Klosterregel verband sie die körperliche Enthaltsamkeit stets mit innerer Einkehr, Gebet und der Betrachtung der Tugenden. Fasten war für sie ein Weg, den Geist für das Gute zu öffnen.

Diese ganzheitliche Sichtweise macht das Hildegard-Fasten auch heute einzigartig: Es fragt nicht nur „Was esse ich?", sondern auch „Wie lebe ich?" – und nutzt die Fastenzeit als Brücke in eine bewusstere Lebensweise nach Hildegard.

Nach dem Fasten: So bleiben die Impulse erhalten

Die Aufbautage sind mindestens so wichtig wie die Fastentage selbst. Hildegard empfahl nach dem Fasten die Weiterführung einfacher, leichter Kost auf Dinkelbasis – kein abrupter Rückfall in alte Muster. Der Wermuttrank eignet sich als klassische Bitterstoff-Rezeptur nach dem Fasten – in Hildegards Überlieferung ein fester Bestandteil des Jahresrituals.

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