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Pelargonie Hildegard von Bingen

Die meisten Menschen kennen Pelargonien als bunte Balkonpflanzen. Dass sie auch in der Kräutertradition nach Hildegard von Bingen eine besondere Rolle spielen, wissen nur wenige. Die Pelargoniengewürzmischung gehört seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Produkten im Hildegard-Sortiment. Dieser Artikel erklärt, was hinter dieser faszinierenden Pflanze steckt.

Was ist die Edelpelargonie – und was hat Hildegard damit zu tun?

Botanisch gesehen gehören Pelargonien zur Gattung Pelargonium aus der Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae). Die in Hildegards Lehre eingesetzte Art ist die Edelpelargonie (Pelargonium graveolens bzw. verwandte Arten aus der südafrikanischen Heimat). Sie unterscheidet sich deutlich von den handelsüblichen Balkonpelargonien: Sie ist kleiner, aromatischer, und ihre ätherischen Öle sind konzentrierter.

Hildegard von Bingen beschreibt in ihrem Hauptwerk Physica unter dem Begriff Storchschnabel eine Pflanze, die heute in der Hildegard-Tradition mit der Pelargonie in Verbindung gebracht wird. In der Überlieferung von Dr. med. Gottfried Hertzka wurde die Pelargonie als eines der zentralen Gewürze in Hildegards Lehre etabliert.

Das Besondere daran: Während andere Hildegard-Gewürze wie Quendel oder Galgant gut bekannt sind, ist die Pelargonie als Gewürz kaum im öffentlichen Bewusstsein verankert.

Was Hildegard von Bingen über die Pelargonie schrieb

Hildegards Beschreibungen zu storchschnabelähnlichen Pflanzen betonen vor allem ihre wärmende und trocknende Eigenschaft. Sie sah in diesen Pflanzen ein Gewürz, das nach ihrer Lehre „Feuchtigkeit und Schleim" im Körper entgegenwirken solle.

„Der Storchschnabel ist warm und trocken. Er vertreibt die böse Feuchtigkeit aus dem Menschen und stärkt das Herz und die Lunge, wenn man ihn in Speisen gibt."– Hildegard von Bingen, Physica (12. Jahrhundert), sinngemäß aus dem Lateinischen übertragen

In der Überlieferung durch Dr. Hertzka wurde diese Beschreibung mit der Edelpelargonie zusammengeführt. Auf dieser Grundlage entstand die Pelargoniengewürzmischung, die heute zu den bekanntesten Hildegard-Produkten von JURA zählt.

Die Inhaltsstoffe der Edelpelargonie

Die Edelpelargonie enthält eine Reihe bemerkenswerter Inhaltsstoffe:

Cumarine: Eine wichtige Inhaltsstoffgruppe der Pelargonie, die Gegenstand aktueller Forschung ist.

Proanthocyanidine: Pflanzliche Sekundärstoffe, die in der Pelargonie in hoher Konzentration vorkommen.

Flavonoide: Pflanzliche Inhaltsstoffe, die in vielen Kräutern der Klostertradition vorkommen.

Ätherische Öle: Die Blätter und Stängel der Edelpelargonie enthalten ätherische Öle. Sie sind auch für das charakteristische, rosenähnliche Aroma der Pflanze verantwortlich.

Gerbstoffe: Typische Bestandteile vieler Kräuter aus der Klostertradition.

Pelargonie in der Kräutertradition

Die Pelargonie spielt in der Hildegard-Tradition in verschiedenen Zusammenhängen eine Rolle:

In der Klostertradition: Hildegard beschrieb den Storchschnabel in ihren Schriften als eines ihrer geschätzten Kräuter. In der modernen Hildegard-Tradition gehört die Pelargoniengewürzmischung zu den bekanntesten Rezepturen.

Als Gewürz: In Hildegards Lehre wird die Pelargonie als tägliches Gewürz beschrieben, das sich gut in die bewusste Ernährung integrieren lässt.

In der Hautpflege: Pelargoniumöl (Pelargonium graveolens) wird in der Naturkosmetik als hautpflegendes Mittel eingesetzt – ein Prinzip, das sich auch in unserer Hildegard-Naturkosmetik wiederfindet.

Hinweis zur Abgrenzung: Pelargonium sidoides-Extrakte sind in Deutschland als zugelassenes Arzneimittel (Umckaloabo®) erhältlich. Die Pelargoniengewürzmischung von JURA ist davon klar zu unterscheiden: Sie ist ein traditionelles Gewürz nach Hildegard-Rezeptur – mit geringerer Konzentration und anderem Anwendungsprinzip.

Die Pelargoniengewürzmischung von JURA

Die Pelargoniengewürzmischung von JURA ist eine nach den Überlieferungen von Dr. Hertzka entwickelte Mischung aus getrockneten Pelargonienblättern und -blüten, ergänzt durch weitere Hildegard-Gewürze. Sie wird als feines Pulver angeboten, das täglich über Speisen gestreut oder als Tee zubereitet werden kann.

Das Produkt gehört seit Jahrzehnten zu den beliebtesten im Hildegard-Sortiment von JURA.

Direkt im Shop bestellen: Die Pelargoniengewürzmischung mit Streueinsatz – nach Überlieferung von JURA.

Wie wird die Pelargonie verwendet?

Als tägliches Küchengewürz

Die einfachste Verwendungsform: Die Pelargoniengewürzmischung täglich über warme Speisen streuen – über Suppen, Dinkelgerichte, Gemüse oder Fleisch. Eine Messerspitze pro Mahlzeit genügt. Diese Verwendung entspricht Hildegards Überlieferung, Kräuter täglich in die Ernährung zu integrieren.

Als Tee

Einen Teelöffel Pelargoniengewürzmischung mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Zwei bis drei Tassen täglich – ein wärmendes Kräutertee-Ritual, besonders in der kühleren Jahreszeit.

Als Teil der Hildegard-Ernährung

In Hildegards Lehre wird die Pelargonie zusammen mit anderen Gewürzen wie Quendel und Fencheltee beschrieben. Dazu passt leichte Kost aus Dinkelsuppe und gedünstetem Gemüse.

Äußerlich als Duft

Das ätherische Öl der Edelpelargonie (Pelargonium graveolens) wird in der Aromatherapie für Raumbeduftung eingesetzt. Der charakteristische, rosenähnliche Duft wird als ausgleichend und beruhigend beschrieben.

Pelargonie in Hildegards Jahreszeiten-Lehre

In Hildegards Lehre ist die Pelargonie ein klares Herbst- und Wintergewürz. Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, ist nach Hildegards Überlieferung die Zeit für wärmende Gewürze gekommen.

Das passt gut in den saisonalen Rhythmus der Hildegard-Kuren: Im Frühjahr steht die Wermutkur (Maikur) im Vordergrund. Im Herbst die Bärwurz-Birnhonig-Kur. Die Pelargonie ergänzt als tägliches Gewürz das Programm durch die kühlere Jahreszeit.

Sicherheit und Verträglichkeit

Als Gewürz in üblichen Speisemengen ist die Pelargonie gut verträglich und für die meisten Menschen unbedenklich.

Schwangerschaft und Stillzeit: Als gelegentliches Gewürz in kleinen Mengen ist die Pelargonie unbedenklich. In größeren Mengen sollte sie in der Schwangerschaft vermieden werden.

Wechselwirkungen: Bei regelmäßiger Einnahme von Medikamenten empfehlen wir Rücksprache mit dem behandelnden Arzt.

Häufig gestellte Fragen zur Pelargonie

Ist die Pelargoniengewürzmischung dasselbe wie Umckaloabo?

Nein. Umckaloabo® ist ein standardisierter arzneilicher Extrakt aus Pelargonium sidoides in hoher Konzentration. Die Pelargoniengewürzmischung von JURA ist ein traditionelles Gewürz nach Hildegard-Rezeptur – mit geringerer Konzentration und breiterem Kräuterensemble.

Kann man die Pelargoniengewürzmischung das ganze Jahr verwenden?

Ja – als tägliches Gewürz ist sie ganzjährig einsetzbar. In Hildegards Lehre wird sie im Herbst und Winter besonders betont.

Wie schmeckt die Pelargonie?

Mild-aromatisch, leicht blumig mit einem Hauch Rose und frischen Kräuternoten. In der Gewürzmischung von JURA ist sie mit weiteren Hildegard-Kräutern kombiniert, was den Geschmack harmonisch abrundet.

Wo kann ich die Pelargoniengewürzmischung kaufen?

Direkt in unserem Shop: Pelargoniengewürzmischung. Alle unsere Gewürzmischungen und Kräuter finden Sie unter Kräuter und Gewürze nach Hildegards Lehre. Entdecke auch unser gesamtes Sortiment.