Hildegard von Bingen Fastenanleitung
Eine Fastenkur nach Hildegard von Bingen folgt einem klaren, aber liebevollen Rhythmus – angepasst an die Bedürfnisse des Einzelnen und stets im Einklang mit der Natur. Im Zentrum steht die bewusste Entscheidung, dem Körper eine Pause zu gönnen und zugleich Geist und Seele neue Impulse zu schenken. Dabei ist die Vorbereitung genauso wichtig wie das Fasten selbst.
1. Die Vorbereitung:
Ein sanfter Einstieg beginnt meist mit dem Reduzieren belastender Nahrungsmittel wie Kaffee, Alkohol, Zucker oder Fleisch. In den Tagen vor dem Fasten wird der Körper langsam auf leichtere Kost umgestellt – z. B. auf Dinkelgerichte, Suppen und Gemüse.
2. Die Fastentage:
Während der Fastenzeit selbst stehen ausgewählte Speisen und Getränke im Vordergrund – dazu gehören Dinkelsuppe, klare Gemüsebrühen, Kräutertees nach Hildegard sowie der sogenannte Habermus (ein Dinkel-Frühstücksbrei). Galgant, Bertram und Quendel – zentrale Hildegard-Gewürze – gehören zum festen Bestandteil der Fastenküche. Bewegung an der frischen Luft, Ruhephasen, Tagebuchschreiben und stille Momente ergänzen die Fastenzeit.
3. Die Aufbautage:
Nach dem Fasten ist es wichtig, den Körper langsam wieder an normale Mahlzeiten zu gewöhnen. Auch hier bleibt die Ernährung nach Hildegard im Mittelpunkt: leicht, pflanzenbasiert, wohltuend.
Wichtig: Fasten nach Hildegard ist kein starrer Plan, sondern ein lebendiger Prozess. Es darf individuell angepasst werden – ob mit 3-Tage-Fasten, 7-Tage-Kur oder längerer Begleitung. Entscheidend ist die Achtsamkeit: auf sich selbst, auf die Lebensmittel und auf das, was sich im Inneren bewegt.